DONAUVERMESSUNG (1819—1833)

Kartenwerk von dem ungarischen Flussabschitt der Donau von Dévény bis Pétervárad

Diese Sammlung enthält verschiedene Dokumente der Donauvermessung, die die gesamtheitliche Flussregelung im 19. Jhd. begründete: hydrographische Angaben, technische Protokollbücher, sowie Kartenschnitte im gleichen Maßstab mit den gleichen Methoden aufgenommen; und angehörende Texte.

Entwicklung des Wasserverkehrs hatte eine zentrale Bedeutung im Habsburgischen Reich, weil allein die Flüsse in erster Hälfte des 19. Jhd. für Abtransport schwerer Produkte geeignet waren. Damals war die Donau von menschlichem Eingriff nur kaum berührt: ihres Bett wand sich durch das Land und riesige Gebiete wurden überströmt. Auch der Ausbau der Leinstraßen, sowie die Hoffnung des Ackerbodenerwerbes durch Wasserableitung beflügelte die Arbeit.

Die Vermessung dauerte 22 Jahre lang. Es ist im allgemeinen Bewusstsein mit Name von Pál Vásárhelyi verbindet, lobt aber die Arbeit mehrerer Ingenieursgenerationen. Ihre Aufgabe wurde auf höchstem Niveau ihrer Zeit durchgeführt.

2444 Blattschnitte wurden fertiggemacht. Die bunte Blätter stellen die Uferlinie der Donau, Siedlungsflecke verschiedener Gemeinden und Städten, die Grenzlinien, Wege, Moore, Wasserläufe, Kanäle und künstliche Einschnitte, Dämme, Wirtschaftzweige, Namen der Feldwegen, und Gebirgsbeschreibung vor.

Die Ingenieure stellten den Zustand des Flussbettes und der Ufern aus Hinsicht der Flussfahrt dar. Sie warnten vor Bänken und anderen Schiffahrthindernissen, wies auf den Stromstrich zu; markierten dessen Wechseln, sowie die Richtung und voraussichtliche Entwicklung der Flusskrümmungen. Die Wasserführung der Bäche und Nebenflüsse, aus Bodenerosion stammende Gefahren im berg- und hügelreichen Gebiet und Ablagerungsverhältnisse des Flusses wurde auch vorgestellt. Die Fachleute sammelten die Lokalerfahrungen der Bevölkerung über die Häufigkeit, Stärke und Ablauf der Überschwemmungen. Die Vorgeschichte zurückreichte bis die Überschwemmung im Jahre 1775, aber mehrere Daten über die Überschwemmungen in 1779, 1809, 1818, und 1827 sind auch lesbar. Die Beschreibungen im Kartenwerk der Donauvermessung wurden von Pál Vásárhelyi, Sámuel Lányi, Sándor Győry, László Vörös, Ferenc Ketse, Miklós Halátsy, und Anderen gemacht und Blattschnitte nachgeordnet.

In der Ausstellung sind die im Ungarischen Staatsarchiv aufbewahrten und nur in Fragmenten gebliebene Stücke an 12 großen Kartentischen zur Schau gestellt. Zur Begünstigung der Orientierung auf den Blattschnitten wurde eine Übersichtskarte gemacht; und einige Satellitenaufnahmen (Google Map) von damals vermessten Gebieten werden zugeordnet. Der Grund der Installation ist ein digitales Sammelwerk, vorbereitet von Universität Pécs und Innoteq GmbH (Ungarn).

In seiner Zusammenfassung in 1829 Pál Vásárhelyi schrieb den Kode der Übersichtskarte des Kartenwerkes ab. Es ist auf dem 13. Kartentisch präsentiert.



Péter Tóth G. — Péter Rendes — László Bíró — Gábor Máté
Universität Pécs

THEMEN

  1. Goldwaschen in der Donau
  2. Die erste militärische Vermessung
  3. Vom Schwarzwald
  4. Das blaue Band Europas
  5. Die Wassermaschine von Gran
  6. Fischerei
  7. Donaubrücken
  8. Handschriftliche Karten Marsigli
  9. Donauvermessung
  10. Master & Commander – an der Donau
  11. Ateliér
  12. Hochwasser „von Untersicht”
  13. Pressburg Anno
  14. Kálmán Szőllőssy
  15. Ernő Vadas