Handschriftliche Karten von Luigi Ferdinando Marsigli und Johann Christoph Müller

Während der Türkenkriege erneuerten die zwei ausgezeichnete Gelehrten und Kartografen Luigi Ferdinando Marsigli (1658 — 1730) und Johann Christoph Müller (1673 — 1721) das kartografische Gesicht des Karpatenbeckens durch astronomische Ortsbestimmungen. Der Schlüssel ihres Erfolges war die pünktliche Darstellung der Richtungswechseln des Donaubettes. Die hier ausgestellten wertvollen Karten stammen aus dem sechsbändigen Werk Danubius Pannonico-Mysicus, das unter der Name von Marsigli in Amsterdam, im Jahre 1726 erschien. Die erste Karte, namens Mappa Generalis zeigt den Fluss von Kahlenberg (Wiener Gemeindebezirk) bis der Jantra in Bulgarien. Dieser Flussabschnitt wurde in 18 Teile aufgeteilt und jeder Teil in getrennten Blattschnitten hergestellt. Die Blattschnitte des Gebietes unter Orşova sind wenig ausgearbeitet. Weil dieses Gebiet damals unter türkischen Herrschaft stand, konnte Marsigli nur während seiner diplomatischen Missionen in Geheimnis Skizzen erstellen – war es aber sehr gefährlich.



Antal András Deák dr.
Donau Museum in Esztergom (Ungarn)
http://www.dunamuzeum.org.hu

THEMEN

  1. Goldwaschen in der Donau
  2. Die erste militärische Vermessung
  3. Vom Schwarzwald
  4. Das blaue Band Europas
  5. Die Wassermaschine von Gran
  6. Fischerei
  7. Donaubrücken
  8. Handschriftliche Karten Marsigli
  9. Donauvermessung
  10. Master & Commander – an der Donau
  11. Ateliér
  12. Hochwasser „von Untersicht”
  13. Pressburg Anno
  14. Kálmán Szőllőssy
  15. Ernő Vadas