GOLDWASCHEN IN DER DONAU
Auf der Großen und Kleinen Schüttinsel lebte die ganze Bevölkerung einiger Dörfer aus Goldwaschen. Die rastlos immer streifende Goldsucher verdienten ihres Brot mit dieser schönen, freien, aber schweren Arbeit. Sie wussten es genau, dass die Donau viele Goldkörnchen seit Jahrtausenden in gleicher Menge aus den Alpen lieferte. Das Gold, ausgewaschen von dem Goldwäschern, wurde Waschgold genannt. Das Märchen über die Feen auf der Großen Schüttinsel lebte lange Zeit zwischen den Menschen. Die Großen Schüttinsel wurde auch „Goldgarten“ genannt, wo Gold aus Mondlicht und Sonnenschein gesponnenen Gewändern, Blumenblattschuhen, goldenen Haaren und Schühlein der Feen stammten. Der Arbeitsgang des Goldwaschens bestand aus drei Teilen: 1. Die Aufbereitung des Goldes, wenn das Wasser von dem Goldwäschern durchgesehen wurde. 2. Das richtige Goldwaschen, was die Aufstellung der Goldwaschbank bedeutete, und 3. die Wäsche des Goldes, wenn das schlammige Wasser gesiebt und durchgewaschen wurde, und das Waschgold chemisch gereinigt wurde. Der Goldwäscher sammelte manchmal wochen- oder monatelang den goldhaltigen Schlamm, woraus das Gold mit Quecksilber gelöst wurde. Das Gold wurde endlich mit Säure wieder gereinigt. Von allen Menschen, die durch ihre Arbeiten mit dem Strom zusammenbindet waren, waren Goldwäscher die meist auffallenden und mysteriösen Menschen. Der Goldwäscher gab es nur seinem Sohn weiter, wo die Stellen reich an Gold waren, und wie man das Gold auslösen konnte – ein Fremde durfte es nie wissen.
Lajos Presinszky
Museum der Schüttinsel, Sommerein


